{"id":305919,"date":"1967-01-01T00:00:37","date_gmt":"1966-12-31T23:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/"},"modified":"2021-07-08T10:53:16","modified_gmt":"2021-07-08T09:53:16","slug":"menno-ter-braak-thomas-mann-2","status":"publish","type":"dbnl","link":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/","title":{"rendered":"Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\"><div class=\"wp-block-column dbnl-links is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\r\n\r\n <interp type=\"primair\" value=\"braa002\"><\/interp><interp type=\"primair\" value=\"mann007\"><\/interp><div class=\"pb\">[p. 266]<\/div>\r\n<h2 class=\"bottom-small-margins\">[Tirade mei 1967]<\/h2>\r\n\r\n<a name=\"32\"><\/a>\r\n<h3>Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann<\/h3>\r\n\r\n<p>Ter Braaks bewondering voor Thomas Mann is bekend; in zijn brieven aan Du Perron kan men lezen dat hij de neiging had om bewonderde, hem door Du Perron bezorgde romans, als <i>A.O. Barnabooth<\/i> en <i>La Condition Humaine,<\/i> onmiddellijk met <i>Der Zauberberg<\/i> te vergelijken, als was dat boek een soort roman-model voor hem.<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">Thomas Manns aandacht werd voor het eerst op Ter Braak gevestigd door het Holland-nummer van <i>Die Sammlung.<\/i> Als P.S. in een brief van 18 april 1934 schreef hij aan zijn zoon Klaus: \u2018Das Holland-Heft war doch garnicht uninteressant. Den Aufsatz (zie <i>\u201cGeest\u201d en \u201cVrijheid\u201d,<\/i> MtB., V.W.3, p. 475) von Ter Braak fand ich sogar sehr schneidig und gut.\u2019<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">Drie jaar later, in augustus 1937, ontmoetten beide schrijvers elkaar te K\u00fcsnacht aan het meer van Z\u00fcrich (zie MtB, V.W.4, p. 638). Na dit bezoek bood Ter Braak het hoofdstuk <i>Christus, de Antichrist<\/i> uit <i>Van Oude en Nieuwe Christenen<\/i>, in de Duitse vertaling van A. Vigoleis Thelen, aan voor plaatsing in het tijdschrift <i>Mass und Wert.<\/i> Zijn begeleidende brief aan Thomas Mann is verloren gegaan. Wel bewaard is Thomas Manns antwoord:<\/p>\r\n\r\n<a name=\"section-35-16\"><\/a>\r\n\r\n\r\n\r\n <interp type=\"primair\" value=\"19371003\"><\/interp><h4>\r\n<i>3-10-37. Locarno, Hotel Reber<\/i>\r\n<\/h4>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Lieber Herr Doktor ter Braak,<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Verzeihen Sie, dass ich auf Ihre sch\u00f6ne Sendung noch immer nicht reagiert habe. Der Aufenhalt hier, Erholung gemischt mit allzu viel Zerstreuung, ist der Korrespondenz wenig g\u00fcnstig.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Ihr Aufsatz \u00fcber das Christentum hat mich ungemein animiert. Ich atmete freie Luft dabei, etwas sehr Seltenes und K\u00f6stliches heute, wo die Verdummung durch den Parteigeist mehr und mehr um sich greift und den freien Geist fast abhanden kommen l\u00e4sst. Ich habe Ihr Manuskript an den Redactor von \u2018Mass und Wert\u2019 mit einem sehr nachdr\u00fccklichen Hinweis gesandt und erhalte eben von Ferdinand Lion eine Antwort, die f\u00fcr seine Verh\u00e4ltnisse (denn er ist ein kritischer, schwieriger Mann) ganz ungew\u00f6hnlich positiv, ja begeistert lautet. Er schreibt mir: \u2018Ein Trost in der Misere ist der Arbeit von Menno ter Braak. Kennen Sie ihn schon lange? Ich w\u00e4re f\u00fcr sofortige Annahme, wenn der Ver-<\/i>\r\n<\/p><div class=\"pb\">[p. 267]<\/div><p>\r\n<i>fasser in eine K\u00fcrzung von einigen Seiten willigt. Von der dritten Seite an f\u00fchlte ich heimatliche, alt-europ\u00e4ische Luft; von der zehnten an war ich ganz \u00fcber die mich spannende und entsetzende Begegnung der zwei Hottentotten-K\u00f6nige in Berlin getr\u00f6stet. Vielleicht war das R\u00fchrende, dass ich an die Dialektik gewisser Stellen bei Ihnen in den \u201cBetrachtungen\u201d erinnert wurde. Doch braucht der Verfasser nicht direkt dort gelernt zu haben; er ist, wie Sie, ein Nietzsche-J\u00fcnger, um so treuer, als er teilweise abtr\u00fcnnig und gegnerisch ist. So ist n\u00e4mlich die wirkliche Art der Nachfolgeschaft Nietzsches, die einzige, w\u00e4hrend die, die ihm plump realisieren, ihm verraten.\u2019<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Das ist mir aus dem Herzen gesprochen. Der Wunsch nach einigen K\u00fcrzungen geht gewiss nur aus technischen Raum-Gr\u00fcnden hervor, und ich hoffe, Sie werden nichts dagegen einzuwenden haben. Wir d\u00fcrfen das sch\u00f6ne Kapitel, das \u00fcbrigens einen durchaus selbstst\u00e4ndigen Beitrag bildet, also wohl als unser Eigen betrachten. Ein paar Wendungen \u00fcber das Christentum sind wohl darin, die sich, wenigstens auf deutsch, ein wenig grell ausnehmen und bei der Rolle, die das Christentum in der deutschen Opposition immerhin spielt, vielleicht nicht ganz w\u00fcnschenswert w\u00e4ren. Gelinde Milderungen also w\u00e4ren m\u00f6glicher Weise hier und da am Platz, aber das findet sich. Es ist mir eine Freude, mit dem Redaktor \u00fcber den Wert Ihrer Arbeit so volkommen \u00fcbereinzustimmen.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Es hat mich auch sehr interessiert, was Sie \u00fcber die weiteren Bestandteile und Kapitel Ihres Werkes sagen. Es sind Titel darunter, die mich, wiederum im Interesse der Zeitschrift, sehr anziehen, zum Beispiel der Abschnitt \u00fcber die \u2018menschliche W\u00fcrde\u2019, auch der \u00fcber die \u2018grosse Gleichheit\u2019, um nur diese zu nennen. Ich w\u00e4re Ihnen dankbar, wenn Sie mir weitere Abschnitte, falls schon \u00fcbersetzt, zur Lekt\u00fcre anvertrauten.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Herr Marsmann besuchte mich neulich hier, und ich habe ihn sehr ermutigt, mir gelegentlich junge holl\u00e4ndische Novellistik f\u00fcr die Zeitschrift zu lesen zu geben.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Mit vielen Gr\u00fcssen und herzlichen Dank bin ich, lieber Herr ter Braak,<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Ihr ergebener Thomas Mann<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>Het heeft blijkbaar nog even geduurd voordat Ferdinand Lion er toe komen kon om Ter Braak zijn voorstellen te doen tot wijzigingen in de in <i>Mass und Wert<\/i> af te drukken tekst. Ter Braaks antwoord op de voorstellen is van 8 januari 1938:<\/p>\r\n\r\n\r\n<a name=\"section-35-18\"><\/a>\r\n\r\n\r\n\r\n <interp type=\"primair\" value=\"19380108\"><\/interp><h4>\r\n<i>8-1-38<\/i>\r\n<\/h4>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Sehr geehrter Herr Mann<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Mitgleicher Post sende ich Ihnen eingeschrieben eine Kopie meines Briefes an Herrn Lion, dessen sog. K\u00fcrzungen ich ablehnen muss als eine Aeusserung eines mir durchaus verhassten humanistischen Jesuitismus; ich schliesse gleich-<\/i>\r\n<\/p><div class=\"pb\">[p. 268]<\/div><p>\r\n<i>falls den Text des Aufsatzes ein, in der von Herrn Lion so liebensw\u00fcrdig kastrierten Form.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Eigentlich ist es meine Pflicht bei Ihnen energisch zu protestieren gegen diese Zensur, aber ich finde kaum den Mut dazu, weil ich durchaus davon \u00fcberzeugt bin, dass Sie die \u2018kleine Streichungen\u2019 nicht billigen, in diesen Verst\u00fcmmelungen aber ein System sp\u00fcre, das wohl mit der Existenz der Zeitschrift zusammenhangen wird. Darum scheint es mir volkommen hoffnungslos, mit Herrn Lion \u00fcber die Angelegenheit weiter zu diskutieren; es handelt sich ja nicht um Meinungsverschiedenheiten, die man l\u00f6sen kann, sondern um eine Verst\u00fcmmelung. Der gegen\u00fcber habe ich nichts zu sagen als nein.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Zuf\u00e4llig erhielt ich gerade jetzt die \u00dcbersetzung des letzten Kapitels meines Buches, \u2018Die Grosse Gleichheit\u2019. Ich lege es bei aus pers\u00f6nlichen Motiven, die nicht mehr mit \u2018Mass und Wert\u2019, sondern mit dem Autor des \u2018Zauberbergs\u2019 zusammenhangen. Wollen Sie die G\u00fcte haben, mit die beiden Kapitel nach der Lekt\u00fcre zur\u00fcckzuschicken?<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>ganz Ihr Menno ter Braak<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Ich hatte Herrn Lion schon eine K\u00fcrzung vorgeschlagen; gegen wirklich \u2018gelinde Milderungen\u2019 h\u00e4tte ich selbstverst\u00e4ndlich nichts einzuwenden gehabt!<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>De brief van Ter Braak aan F. Lion luidde als volgt:<\/p>\r\n\r\n\r\n<a name=\"section-35-20\"><\/a>\r\n\r\n\r\n\r\n <interp type=\"primair\" value=\"19380108\"><\/interp><h4>\r\n<i>8-1-38<\/i>\r\n<\/h4>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Sehr geehrter Herr Lion<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Ich muss Ihnen ganz offen sagen, dass Ihre K\u00fcrzungen in meinem Aufsatz \u2018Christus der Antichrist\u2019 nach meiner Meinung einer vollst\u00e4ndigen Kastration (oder: einer Streichung des Antichristen) gleichkommen; und zum kastrieren geht man heute besser direkt ins Dritte Reich. Es handelt sich hier n\u00e4mlich nicht, wie Herr Mann mir damals schrieb, um einige \u2018gelinde Milderungen\u2019, sondern um eine vollkommene Entstellung meines Stils, meiner Ideen, meiner Pers\u00f6nlichkeit; leider bin ich gezwungen, daraus zu schliessen, dass \u2018Mass und Wert\u2019 nicht eine Zeitschrift f\u00fcf freie Kultur ist, wie im Titel angegeben wird, sondern ein Organ eines politisch orientierten Humanismus, der der Kritik an eigene Fehler aus dem Wege geht und so den wahren humanistischen Gedanken einer Art Jesuitismus preisgibt.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Zu meinem Bedauern muss ich Ihnen also mitteilen, dass ich mich in den Absichten Ihrer Zeitschrift geirrt habe. Unter diesen Bedingungen ziehe ich mein Manuscript selbstverst\u00e4ndlich zur\u00fcck. Ich werde Herrn Mann \u00fcber diesen Verlauf benachrichtigen, weil ich ihm, der meiner Arbeit so freundlich entgegengekommen ist, eine Erkl\u00e4rung schuldig bin.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>hochachtungsvoll, Menno ter Braak<\/i>\r\n<\/p>\r\n<div class=\"pb\">[p. 269]<\/div>\r\n<p>Hierop volgen, kort na elkaar, twee brieven van Thomas Mann en Ter Braak:<\/p>\r\n\r\n\r\n<a name=\"section-35-22\"><\/a>\r\n\r\n\r\n\r\n <interp type=\"primair\" value=\"19380111\"><\/interp><h4>\r\n<i>Arosa. Neues Waldhotel\r\n<br>\r\n11-1-38<\/i>\r\n<\/h4>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Lieber Herr Doktor ter Braak,<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Nach Empfang Ihres Briefes hatte ich nichts Eiligeres zu tun, als hier herauf zu fahren, um mit Lion die Angelegenheit zu besprechen, die, wie ich nach der ersten Auseinandersetzung zugeben muss, ihm ebenso wichtig ist wie mir. Der Choc, den ein Autor empfangen muss, wenn er sein Manuskript in einem Zustand zur\u00fcckerh\u00e4lt, wie Sie das Ihre empfangen haben, ist nur zu begreiflich. Ich habe Lion gesagt, dass das die richtige Methode gegen\u00fcber einem k\u00fcnstlerischen Schriftsteller nicht ist, und dass K\u00fcrzungen auf dem humaneren Wege der brieflichen gegenseitigen Verst\u00e4ndigung ohne Blei- und Blaustift durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssten.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Lion schw\u00f6rt hoch und heilig, dass er nicht im Geringsten beabsichtigt habe, Ihrer gl\u00e4nzenden Arbeit geistig zu nahe zu treten. Nichts von Castrations-W\u00fcnschen ist ihm dabei im Geringsten bewusst gewesen. Es handelte sich f\u00fcr ihn (und darum muss es sich ja freilich handeln) um den Umfang der Arbeit, der irgendwie, wenn auch unter geistigen Opfern, reduziert werden sollte. Ihr Aufsatz bietet daf\u00fcr, mann muss sagen gl\u00fccklicher Weise, eine gewisse Handhabe dadurch, dass er sehr reich ist an (an und f\u00fcr sich \u00fcberaus reizvollen) Seitenperspektiven und Abzweigungen, von denen man, so finde auch ich, wohl f\u00fcr den ersten Druck die eine oder andere beseitigen kann, ohne dem grossen Hauptgedankengange wesentlich zu schaden. Sogar ist nicht ausgeschlossen, dass der Grundgedankengang f\u00fcr den Leser durch diese allerdings mit gr\u00f6sster Sorgsamkeit zu vollziehende Operation tats\u00e4chlich an Klarheit gewinnen k\u00f6nnte.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Ich wiederhole: bei dem ersten Gespr\u00e4ch mit Lion, dem weitere folgen werden, habe ich die \u00dcberzeugung gewonnen, dass er wirklich nichts Anderes im Sinn gehabt hat, als das, was ich eben sagte. Und er versichert mir, dass er seine allerdings brutal wirkenden Striche Ihnen gegen\u00fcber nie anders denn als als Vorschl\u00e4ge bezeichnet habe, die von Ihnen beliebig zu korrigieren seien. Er sagt, Sie h\u00e4tten ihm zun\u00e4chst vier Seiten vorgeschlagen, die in Wegfall kommen k\u00f6nnten, aber ihm sei es um diese vier Seiten gerade leid gewesen und er habe es bei seinen Vorschl\u00e4gen vorgezogen, die Striche lieber \u00fcber den ganzen Aufsatz zu verteilen, statt einen gr\u00f6sseren Zusammenhang zu eliminieren. Worin wir einig sind, er und ich, das ist das grosse Interesse, das wir Ihrem Beitrag widmen, und der grosse Wert, den wir darauf legen. Ihre Empfindlichkeit in Ehren: ich h\u00e4tte genau so reagiert, wie Sie. Aber diese begreifliche Reaktion von Ihrer Seite ist f\u00fcr mich nicht Grund genug, f\u00fcr unsere Zeitschrift auf einen Beitrag dieses Ranges zu verzichten, und ich m\u00f6chte Sie sehr bitten,\r\n<\/i>\r\n<\/p><div class=\"pb\">[p. 270]<\/div><p>\r\n<i>auf der Zur\u00fcckziehung Ihres Manuskriptes keinesfalls zu bestehen, sondern sich, sei es mit mir oder mit Lion, \u00fcber die K\u00fcrzungen zu verst\u00e4ndigen, die Sie selbst als geistig ertr\u00e4glich f\u00fcr Ihre Arbeit empfinden. \u00dcber diese Empfindung hinaus soll und darf ihr nichts geschehen. Ich will hoffen, dass Sie aus diesen Zeilen wenigstens das Eine ersehen, dass weder ich noch der Redacteur den Fall leicht nehmen. Lassen Sie, bitte, mich oder Lion bald \u00fcber die Sache Gutes h\u00f6ren!<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Ihr sehr ergebener Thomas Mann<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n\r\n<a name=\"section-35-24\"><\/a>\r\n\r\n\r\n\r\n <interp type=\"primair\" value=\"19380113\"><\/interp><h4>\r\n<i>Den Haag, 13-1-38\r\n<br>\r\nKraaienlaan 36<\/i>\r\n<\/h4>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Sehr geerhter Herr Mann,<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Ich bin Ihnen sehr dankbar f\u00fcr Ihren herzlichen und aufrichtigen Brief. Mein Manuskript musste ich zur\u00fcckziehen, weil ich in den Streichungen einen Versuch zu erblicken glaubte meinen Aufsatz \u2018ungef\u00e4hrlich\u2019 zu machen, zu polieren und zu politisieren; und es liegt mir nichts daran meine Ideen in ungef\u00e4hrlicher Form weiter in die Welt zu schicken. Selbstverst\u00e4ndlich aber bestehe ich nach Ihrer Intervention nicht auf die Zur\u00fcckziehung; ich muss nur dabei bleiben, dass ich die Methode von Herrn Lion prinzipiell ablehne, weil sie einen \u2018rhythmisch\u2019 geschriebenen (und gedachten) Aufsatz in einem falschen Licht erscheinen l\u00e4sst. Eben deshalb hatte ich Herrn Lion die Fortlassung eines geschlossenen Fragments vorgeschlagen (S. 23 bis 29); und wenn ich mich nicht irre, k\u00f6nnte ich die L\u00fccke (wie sehr sie mir auch weh tut) ersetzen durch eine sehr kurze Zusammenfassung (2 bis 4 S\u00e4tze).<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Was Sie \u00fcber die Seitenperspectiven und Abzweigungen sagen, gebe ich zu (die Gedanken werden teilweise nat\u00fcrlich wieder durch die andren Kapitel des Buches aufgenommen); ich bin aber der Meinung, dass man einen Autor mit seinen Seitenspr\u00fcngen nehmen soll&#8230; oder nicht nehmen; er ist ja auch gegenw\u00e4rtig in seiner \u2018Gegenmelodie\u2019. Wenn es Ihnen also wirklich notwendig erscheinen w\u00fcrde, die Seitenspr\u00fcnge zu eliminieren, dann w\u00fcrde ich wirklich lieber sans rancune von der Ver\u00f6ffentlichung absehen; ich kann meinen Stil nicht \u2018exportf\u00e4hig\u2019 machen. Ich glaube aber aus Ihrem Brief schliessen zu d\u00fcrfen, dass dies nicht Ihre Absicht ist.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Damit ich zum Konkreten gelange: ich m\u00f6chte Ihnen dann vorschlagen<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>entweder meine schon vorgeschlagene Fortlassung durchzuf\u00fchren (S. 23 F\u00fcr den monds\u00fcchtigen Idealisten&#8230; bis&#8230; S. 29&#8230; Personalverg\u00f6tterung annimmt)<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>oder den ganzen Anfang bis S. 11 (&#8230; \u00fcber die Reinheit des Monopols) fortzulassen, so dass der Aufsatz anf\u00e4ngt mit \u2018Die Trag\u00f6die des Christentums&#8230;\u2019 Im letzten Fall bleiben die von Herrn Lion vielleicht nicht ganz mit Unrecht\r\n<\/i>\r\n<\/p><div class=\"pb\">[p. 271]<\/div><p>\r\n<i>wichtig genannten Seiten behalten. Nachdem ich Ihre Nachricht erhalten habe, werde ich dann in beiden F\u00e4llen die oben genannte Zusammenfassung schreiben und Ihnen dieselbe umgehend zuschicken. Sie brauchen mir dann das Manuskript nicht zur\u00fcckzusenden, denn ich habe hier eine Kopie. Hoffentlich ist nun der Zwischenfall beendigt worden!<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>In aufrichtiger Ergebenheit Ihr Menno ter Braak<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>Van een publicatie van het fragment uit <i>Van Oude en Nieuwe Christenen<\/i> in <i>Mass und Wert<\/i> is evenwel niets gekomen, evenmin van een publicatie van de gehele <i>Christenen<\/i> bij de uitgever van het tijdschrift, Oprecht, voor welke publicatie Thelen zich beijverd had.<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">Dat Thomas Mann niet gelukkig was met de behandeling, die Ter Braak door <i>Mass und Wert<\/i> was aangedaan, blijkt uit een brief aan Ferdinand Lion van 25 augustus 1938 (<i>Briefe,<\/i> II p. 55):<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u2018An Ter Braak war es mir doch ein Bed\u00fcrfnis noch einmal zu schreiben, dass ich seinen betr\u00fcblichen Fall nicht leicht nehme, sondern dass er auch mir das Gewissen beschwert. Der Ausdruck meines Bedauerns war aber doch noch nicht stark genug, denn seine Antwort lautete sehr bitter, und es scheint, dass er garnicht \u00fcber die Sache hinwegkommen kann. Es ist da ja leider nichts weiter zu machen, aber gestehen m\u00fcssen wir uns, dass wir dem Mann, gern oder ungern, \u00fcbel mitgespielt haben, und das mindeste ist selbstverst\u00e4ndlich nun doch, dass er und sein \u00dcbersetzer f\u00fcr den fest angenommenen, gesetzten und schon korrigierten Beitrag das volle Honorar erhalten. Er stellt diese v\u00f6llig berechtigte Forderung in seinem Brief und ist besonders erbittert dar\u00fcber, dass man unserseits nocht nicht auf diesen naheliegenden Gedanken gekommen zu sein scheint. Sie m\u00fcssen nun also sogleich bei Oprecht veranlassen, dass die wohlgez\u00e4hlte Bezahlung an ihn und den \u00dcbersetzer abgeht. Das ist ganz unvermeidlich, wie er fr\u00fcher in solchen F\u00e4llen unvermeidlich war.\u2019<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">Op de kwestie-Lion zou Ter Braak later nog terugkomen in een brief aan Jan Greshoff van 7 augustus 1939: \u2018Thomas Mann heb ik enige malen gesproken, en zelfs ten slotte <i>toe<\/i>gesproken (waarvan je per gewone post een verslag in <i>Het Vad.<\/i> zal bereiken) in een huldigingsbijeenkomst. Hij is erg aardig, moet ik zeggen, maar over het geval Lion heeft hij niet veel nieuws kunnen vertellen. Hij heeft zich in die zaak niet al te sterk getoond, maar zijn hele persoonlijkheid bevalt mij toch bijzonder. Hij is de man van zijn geschriften, en dat doet mij altijd veel goed.\u2019<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">De maanden juni en juli 1939 had Thomas Mann, werkend aan <i>Lotte in Weimar,<\/i> in Huis ter Duin te Noordwijk doorgebracht. Daar moet hij de volgende brief van Ter Braak hebben ontvangen:<\/p>\r\n\r\n\r\n<a name=\"section-35-26\"><\/a>\r\n\r\n\r\n\r\n <interp type=\"primair\" value=\"19390724\"><\/interp><div class=\"pb\">[p. 272]<\/div>\r\n<h4 class=\"small-margins\">\r\n<i>Den Haag, 24, VII, &#8217;39\r\n<br>\r\nKraaienlaan 36<\/i>\r\n<\/h4>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Lieber Herr Mann<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Den Sonntag verbracht mit Ihrem \u2018Schopenhauer\u2019. Ich m\u00f6chte nicht vers\u00e4umen Ihnen zu sagen, wie ausgezeichnet das Buch mir gefallen hat. Man f\u00fchlt sich w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre volkommen in der Atmosph\u00e4re Schopenhauers, zugleich aber in Ihrer eigenen Sph\u00e4re, und darum bezauberte mich diese \u2018Geistesnovelle\u2019 wie nur selten ein Essay. Man f\u00fchlt, dass Schopenhauer f\u00fcr Sie, genau wie f\u00fcr Nietzsche, ganz pers\u00f6nlich geschrieben hat, und dass Sie eigentlich in ihm sich selbst immer von neuem entdecken; ich sp\u00fcre wenigstens viel \u2018Autobiografisches in diesem Schopenhauer-Portr\u00e4t; besonders das Leitmotiv, \u2018Schopenhauers Pessimismus, das ist seine Humanit\u00e4t, ist doch wohl Ihr eigenes Problem. Gewissermassen wird es sicherlich das Problem aller Leute sein, die in Europa jetzt gegen die nazistische Nietzschef\u00e4lsung k\u00e4mpfen, gegen alles, was einen Nietzsche ohne Pessimismus und ohne Humanit\u00e4t (d.h. ohne Schopenhauer) zu konstruieren versucht. Vielleicht sind auch die Ausdr\u00fccke \u2018Pessimismus\u2019 und \u2018Humanit\u00e4t\u2019 nicht mehr aktuell, in sofern Sie ein St\u00fcck Mythologie des 19. Jahrhunderts symbolisieren; aber man kann Mythologie durch Mythologie bek\u00e4mpfen, und ich zweifle gar nicht daran, dass die Genius-Schleier der Maja-Mythologie um Schopenhauer im heutigen Moment mehr \u2018Wahrheit\u2019 f\u00fcr sich hat als die \u2018blonde Bestie\u2019 Nietzsches, diese abscheuliche Mythologie des 20. Jahrhunderts. Sie haben das mit den raffiniertesten Mittlen f\u00fchlbar gemacht, ohne einen neuen Schopenhauerkult zu proklamieren. Was Sie schreiben \u00fcber Schopenhauers Stellung zwischen Goethe und Nietzsche res\u00fcmiert f\u00fcr mich eigentlich das ganze Buch; man k\u00f6nnte es gar nicht besser und sch\u00f6ner sagen.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Ich hoffe bald \u00fcber diese Schrift zu schreiben; vermutlich brauche ich daf\u00fcr zwei Artikel, \u2018exoterisch\u2019 in der Zeitung, \u2018esoterisch\u2019 in einer Zeitschrift. Betrachten Sie diesen Brief bitte nur als ein Zeichen der Dankbarkeit; man liest selten B\u00fccher, die das Gef\u00fchl der Dankbarkeit hinterlassen.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Mit den besten Gr\u00fcssen, auch f\u00fcr Ihre Frau, Ihr erg.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Menno ter Braak<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Hoffentlich k\u00f6nnen Sie meine Schrift entziffern? Meine Schreibmaschine ist leider defekt, und Dankbarkeit will sich sofort \u00e4ussern.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>In <i>Het Vaderland<\/i> van 30 en 31 maart 1940 verscheen Ter Braaks bespreking van <i>Lotte in Weimar,<\/i> dat zeldzame meesterwerk dat het, geloof ik, aan zijn ongelukkige tijd van verschijnen, in het begin van de tweede wereldoorlog, te danken heeft, dat het nog altijd niet de bekendheid heeft die het verdient. Thomas Mann reageerde op deze bespreking met een brief die Ter Braak niet meer heeft bereikt:<\/p>\r\n\r\n\r\n<a name=\"section-35-28\"><\/a>\r\n\r\n\r\n\r\n <interp type=\"primair\" value=\"19400508\"><\/interp><div class=\"pb\">[p. 273]<\/div>\r\n<h4 class=\"small-margins\">\r\n<i>Princeton, N.J. 8.V. 1940\r\n<br>\r\n65 Stockton Street<\/i>\r\n<\/h4>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Lieber Menno ter Braak,<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Mit leidigster Versp\u00e4tung ist Ihr grosser Aufsatzt \u00fcber \u2018Lotte\u2019 in \u2018Het Vaderland\u2019 in meine H\u00e4nde gelangt, und es ist mir schmerzlich zu wissen, dass wieder eine lange Zeit vergehen wird, bis diese Zeilen, ein Versuch Ihnen meine Dankbarkeit auszudr\u00fccken, Sie erreichen werden. Ihr Artikel, eine meisterhafte Analyse dieses sonderbaren Produkts unter dem positiven Gesichtspunkt, wird immer ein Glanz- und Kapital-St\u00fcck meiner kleinen Sammlung von Dokumenten \u00fcber \u2018Lotte\u2019 bilden &#8211; denn ich muss gestehen, dass ich nie so eifrig und genau alles gesammelt habe, was mir schriftlich und gedruckt \u00fcber ein Buch vor Augen kam, wie diesmal; aus teilweise deplorabler Gr\u00fcnden nat\u00fcrlich. Wenn ich denke, dass gerade dieser \u2018Roman\u2019, dessen Langweiligkeit durch eine gewisse Aufregung balanciert wird, die die Realisierung des Mythos mit sich bringt, in Deutschland h\u00e4tte erscheinen k\u00f6nnen, so kann ich mich doch eines leichten Unmuts \u00fcber die Launen der Weltgeschichte nicht enthalten.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Dank der holl\u00e4ndischer Sprache (wie drollig ist sie manchmal!) ist mir ja Ihr Aufsatz ein wenig ein verschleiertes Bild. Aber die klug-freundlichen Z\u00fcge dieses Bildes schimmern doch best\u00e4ndig durch den kuriosen Schleier hindurch, und an vielen Einzelheiten habe ich herzliche Freude gehabt: so an dem, was Sie \u00fcber das VII. Kapitel sagen (wie gut gew\u00e4hlt ist daf\u00fcr das Wort \u2018avontuur\u2019!); ferner \u00fcber die Kennzeichnung des Buches als \u2018dialektischer\u2019 Roman &#8211; n\u00e4mlich in Verbindung mit der sch\u00f6nen Bezeichnung \u2018Goethe-muziek\u2019.<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Weit, weit liegen die herrlichen Wochen von Noordwijk zur\u00fcck, denen ich es verdanke, dass \u2018Lotte\u2019 im Herbst erscheinen konnte, und unser reizendes kleines Fest im Schriftsteller Club. Wir waren in der Schweiz danach, dann in London, dann in Schweden, und die R\u00fcckkehr von dort, nach Ausbruch des Krieges, war keine Kleinigkeit&#8230; Sie wurde wieder von England aus bewerkstelligt, nach einem Flug \u00fcber die Nordsee, der nicht ungef\u00e4hrlich war. Und nun? Ein Instinkt treibt mich an, mich noch weiter von Europa zu entfernen und nach Californien zu gehen, in dessen Licht ich gern den Schlussband des \u2018Joseph\u2019 schreiben m\u00f6chte. Den Sommer wollen wir jedenfalls dort verbringen, und vielleicht bleiben wir dort, um zu warten, ein Wort, das sich immer d\u00fcsterer f\u00e4rbt. Von dem schliesslichen Scheitern der deutschen Abenteuer bin ich \u00fcberzeugt. Aber welche Schrecken werden noch vorher kommen? Wie in die Schweiz, so gehen unsere Gedanken oft nach Holland und zu den Freunden dort &#8211; jetzt dringlicher als je. Gott sch\u00fctze das liebe, sch\u00f6ne Land und seinen Frieden!<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Mit herzlichen Gr\u00fcssen und W\u00fcnschen, auch von meiner Frau und meinen Kindern<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>\r\n<i>Ihr<\/i>\r\n<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\r\n<i>Thomas Mann<\/i>\r\n<\/p>\r\n<div class=\"pb\">[p. 274]<\/div>\r\n<p>Doordat een brief van mevr. A. ter Braak-Faber Thomas Mann nooit heeft bereikt, ontving hij het bericht van Ter Braaks dood pas op 30 september 1940 te Los Angelos, zoals hij schreef aan Ludwig Lewisohn (Briefe, II, p. 164): \u2018Heute erhielt ich die Nachricht &#8211; oder die Best\u00e4tigung einer von mir noch nicht akzeptierten Nachricht -, dass sich ein guter Freund, der holl\u00e4ndische Schriftsteller und hervorragende Kritiker Menno ter Braak beim Einzug der Deutschen das Leben genommen hat. Es blutet mir das Herz. Zwei andere bedeutende holl\u00e4ndische Schriftsteller sind ebenfalls Opfer dieser Art von Weltgeschichte geworden. Gerade die Besten verderben &#8211; wie es ja auch nat\u00fcrlich ist beim Siege der letzten Niedertracht. Viel Kruppzeug ist nach Amerika gerettet, weil es aus vollem Halse schrie, w\u00e4hrend die edleren Typen schweigend zugrunde gingen.\u2019<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">De dood van Ter Braak werd \u00e9\u00e9n van de grieven van de toen nog niet ook in zijn tweede vaderland teleurgestelde Amerikaanse staatsburger Thomas Mann tegen zijn vroegere landgenoten. Aan de redactie van <i>Freies Deutschland<\/i> schreef hij op 6 februari 1946 (<i>Briefe<\/i>, II, p. 478): \u2018Aber er (zijn broer Heinrich) bringt es fertig, es den Leuten dort nicht so \u00fcbel zu nehmen, wie ich ihnen, schlecht und recht, den Verlust von Freunden nachtrage, die Zierden meines Lebens waren&#8230;\u2019<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">Die vrienden waren: de Tsjechische schrijver Karel Capek en Menno ter Braak.<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>Noot van de redactie:<\/p>\r\n\r\n<p class=\"indent\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n<p>Hier bijeengebracht zijn de bewaard gebleven brieven die Thomas Mann en Menno ter Braak hebben gewisseld. Zij worden, met toestemming van mevr. A. ter Braak-Faber en mevr. Erika Auden-Mann (die het zeer betreurde dat de brieven van haar vader niet meer konden worden opgenomen in de door haar verzorgde 3-delige uitgave van Thomas Manns brieven), gepubliceerd door H. van Galen Last, de verzorger van de briefwisseling Ter Braak-Du Perron, waarvan het vierde deel thans ter perse is. Hij heeft deze brieven voorzien van verbindend commentaar, waarbij gebruik werd gemaakt van de correspondentie Ter Braak-Greshoff en van Thomas Manns <i>Briefe.<\/i> Alleen de twee laatste brieven zijn geschreven in het handschrift van de schrijvers (het origineel van Ter Braaks brief van 24 juli 1939 berust in het Thomas Mann Archiv te Z\u00fcrich; hier werd gebruik gemaakt van een door dat Archief welwillend afgestane fotocopie), de overige brieven van Thomas Mann zijn getypt en twee brieven van Ter Braak zijn door hemzelf bewaarde copie\u00ebn. (Verdere bijzonderheden over de betrekkingen tussen Menno ter Braak en Thomas Mann zullen zijn te vinden in het vierde deel van de correspondentie Ter Braak-Du Perron.)<\/p>\r\n\r\n<\/div><div class=\"wp-block-column dbnl-rechts is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><div id=\"noten-apparaat\"><div class=\"interp\">\n<h3>Over dit hoofdstuk\/artikel<\/h3>\n<p><label>auteurs<\/label><\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.dbnl.org\/auteurs\/auteur.php?id=braa002\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Menno ter Braak<\/a><\/p>\n<p> <a href=\"https:\/\/www.dbnl.org\/auteurs\/auteur.php?id=mann007\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Thomas Mann<\/a><\/p>\n<br><p><label>datums<\/label><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dbnl.org\/calendarium\/?d=19371003\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">3 oktober 1937<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dbnl.org\/calendarium\/?d=19380108\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">8 januari 1938<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dbnl.org\/calendarium\/?d=19380111\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">11 januari 1938<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dbnl.org\/calendarium\/?d=19380113\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">13 januari 1938<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dbnl.org\/calendarium\/?d=19390724\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">24 juli 1939<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dbnl.org\/calendarium\/?d=19400508\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">8 mei 1940<\/a><\/p>\n<br>\n<\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[p. 266] [Tirade mei 1967] Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann Ter Braaks bewondering voor Thomas Mann is bekend; in zijn brieven aan Du Perron kan men lezen dat hij de neiging had om bewonderde, hem door Du Perron bezorgde romans, als A.O. Barnabooth en La Condition Humaine, onmiddellijk met Der Zauberberg te vergelijken, als&#8230; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/\">Lees verder <span class=\"read-more-arrow\"><\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","class_list":["post-305919","dbnl","type-dbnl","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.4 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann &#183; Uitgeverij Van Oorschot<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann &#183; Uitgeverij Van Oorschot\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"[p. 266] [Tirade mei 1967] Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann Ter Braaks bewondering voor Thomas Mann is bekend; in zijn brieven aan Du Perron kan men lezen dat hij de neiging had om bewonderde, hem door Du Perron bezorgde romans, als A.O. Barnabooth en La Condition Humaine, onmiddellijk met Der Zauberberg te vergelijken, als... Lees verder\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Uitgeverij Van Oorschot\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2021-07-08T09:53:16+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"19 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/\",\"url\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/\",\"name\":\"Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann &#183; Uitgeverij Van Oorschot\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/#website\"},\"datePublished\":\"1966-12-31T23:00:37+00:00\",\"dateModified\":\"2021-07-08T09:53:16+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"DBNL\",\"item\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/\",\"name\":\"Uitgeverij Van Oorschot\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann &#183; Uitgeverij Van Oorschot","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann &#183; Uitgeverij Van Oorschot","og_description":"[p. 266] [Tirade mei 1967] Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann Ter Braaks bewondering voor Thomas Mann is bekend; in zijn brieven aan Du Perron kan men lezen dat hij de neiging had om bewonderde, hem door Du Perron bezorgde romans, als A.O. Barnabooth en La Condition Humaine, onmiddellijk met Der Zauberberg te vergelijken, als... Lees verder","og_url":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/","og_site_name":"Uitgeverij Van Oorschot","article_modified_time":"2021-07-08T09:53:16+00:00","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Est. reading time":"19 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/","url":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/","name":"Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann &#183; Uitgeverij Van Oorschot","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/#website"},"datePublished":"1966-12-31T23:00:37+00:00","dateModified":"2021-07-08T09:53:16+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/menno-ter-braak-thomas-mann-2\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"DBNL","item":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/dbnl\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Menno ter Braak &#8211; Thomas Mann"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/#website","url":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/","name":"Uitgeverij Van Oorschot","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/wp-json\/wp\/v2\/dbnl\/305919","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/wp-json\/wp\/v2\/dbnl"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/dbnl"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=305919"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vanoorschot.nl\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=305919"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}